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23.01.2019  Info / Golfregeln


Neue Golfregeln 2019: Naturstoffe dürfen in Penalty Areas berührt werden


Thema: Lose hinderliche Naturstoffe oder Boden in Penalty Area berühren

Alt

Wenn der Ball eines Spielers im Wasserhindernis lag, besagte Regel 13-4, dass der Spieler nicht
• die Beschaffenheit des Hindernisses prüfen durfte,
• den Boden oder das Wasser im Hindernis mit der Hand oder einem Schläger berühren durfte,
• einen losen hinderlichen Naturstoff im Wasserhindernis berühren oder bewegen durfte.

Neu 2019

Nach Regel 17:

• Gibt es keine besonderen Einschränkungen mehr, wenn ein Ball in einer Penalty Area liegt.

• Darf ein Spieler einen losen hinderlichen Naturstoff und den Boden in der Penalty Area mit der Hand oder dem Schläger aus jedem Grund berühren, wie zum Beispiel beim Aufsetzen des Schlägers direkt hinter dem Ball (verboten bleibt es nach Regel 8.1a lediglich, die Bedingungen zu verbessern, die den Schlag beeinflussen).

Warum?

• Ein generelles Verbot, lose hinderliche Naturstoffe oder den Boden in einem Wasserhindernis zu berühren, konnte in der Praxis häufig nicht umgesetzt werden und so wurde eine Reihe von Ausnahmen erlaubt (Regel 13-4 Ausnahme 1, Regel 12-1 sowie verschiedene Decisions).

• Gerade die Ausnahmen führten zu Verwirrung und Komplikationen bei der Anwendung der Regeln, wie zum Beispiel die Feststellung, ob ein Spieler den Boden getestet hat oder sich nur abstützen musste. Diese und ähnliche Fragen waren zur Anwendung der diversen Ausnahmen notwendig.

• Die früheren Verbote haben teilweise zu Strafen geführt, die zu hart erschienen, wie zum Beispiel:
- wenn der Regelverstoß so unbedeutend gewesen ist, dass der Spieler dadurch keine Vorteile für sein Spiel erlangen konnte, oder wenn selbst ein vorsichtiger Spieler die Strafe nicht vermeiden konnte, und
- in Turnieren mit Fernsehübertragungen, bei denen der Verstoß weder durch den Spieler noch durch andere Personen auf dem Platz bemerkt wurde, und dann später durch das Video festgestellt wurde.

• Die Gleichbehandlung in dieser Hinsicht von Penalty Areas und Gelände vereinfacht die Regeln, reduziert Verwirrung und vermeidet unnötige Strafen.

• Die Abschaffung dieser Einschränkungen entspricht dem Zweck der Penalty Area. Der Spieler soll nicht unbedingt einer größeren Herausforderung gegenüber stehen, sondern praktische Hilfe durch die Erleichterungsmöglichkeiten erhalten, da es häufig schwierig oder unmöglich ist, einen Ball aus der Penalty Area heraus zu spielen (zum Beispiel wenn der Ball unter Wasser liegt).

(Auszug offizieller Text des DGV)

Anmerkung

Endlich darf man also auch in Wasserhindernissen, die ja nun Penalty Areas heißen, lose Äste und Steine und ähnliches beiseite legen, wenn diese bei der Schlagausführung störend sind.
Wichtiger ist aber fast vor allem, dass man nun in den neuen Penalty Areas endlich bei der Schwungvorbereitung und beim Schwung selber Naturstoffe gleich welcher Art berühren darf. Hat zwar mehr als 100 Jahre gedauert – aber immerhin.

Das dürften die Golfspieler, wie oben im „Warum“ bereits erläutert, hauptsächlich den Superzeitlupen-Kameras zu verdanken haben. Denn immer öfter konnte man durch diese Kameras bei den Profis während oder nach dem Spiel sehen, dass es zu Regelverstößen bezüglich Berühren von Naturstoffen aller Art in Wasserhindernissen gekommen ist, die ansonsten weder der Spieler noch die Zuschauer bemerkt hätten. Und dann führt sich eine Regel ad absurdum.

Das heißt jetzt aber nicht, dass man sich bei der Schlagvorbereitung in Penalty Areas „Schneisen“ im Bewuchs schaffen kann. Das ist nach wie vor nicht erlaubt, sondern auch hier gilt der Grundsatz: „Redlich Stand beziehen“.

Um auch das an dieser Stelle endgültig zu klären: im oben aufgeführten offiziellen DGV-Text ist bei den losen Naturstoffen von „Berühren“ die Rede. Das veranlasste einige Golfer nachzufragen: Bedeutet „Berühren“ tatsächlich, das man die Naturstoffe dann auch „Bewegen“ darf?
Das haben wir sicherheitshalber bei den obersten Wettbewerbshütern (randa.com) überprüft, und mit „Berühren“ ist auch „Bewegen“ bzw. „Entfernen“ gemeint (remove).

Man darf demnach jetzt überall auf dem Platz (Course), also auch in Penalty Areas und in Bunkern, lose hinderliche Naturstoffe beiseite legen.

Und das darf man übrigens nicht nur mit der Hand, sondern auch mit dem Fuß, mit dem Schläger oder einem anderem Ausrüstungsgegenstand.
Dabei darf allerdings nach wie vor auf keinen Fall der Ball bewegt werden, sonst gibt es dafür einen Strafschlag. Der Ball muss dann an die Stelle zurück gelegt werden, wo er vorher gelegen hat. Der entfernte hinderliche Naturstoff braucht allerdings nicht zurück gelegt werden. (Ni)








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